Bildungsveranstaltung 2008 Drucken E-Mail
26.05.2008
ImageAm 16. Mai 2008 fand zum zweiten Mal die vom Absolventenverein initiierte Bildungsveranstaltung „Was man im Hörsaal nicht lernt“ für SchülerInnen der 6. und 7. Klassen statt. Sechs AbsolventInnen des BG/BRG Wieselburg berichteten dabei über ihre Ausbildungswege und Berufslaufbahnen und darüber, welche Ereignisse ausschlaggebend für ihre Karrieren waren.

Einig waren sich die Vortragenden vor allem in einem Punkt: auch wenn sich die Erkenntnis oft erst viele Jahre nach Ende der Schullaufbahn einstellt, so betonen die ehemaligen SchülerInnen doch mit Nachdruck, dass die Bildung, die sie in der Schule in Wieselburg erhalten haben, noch heute oder vielleicht gerade heute von immensem Wert für ihr berufliches aber auch privates Leben sei.  Eine gute Allgemeinbildung, die es einem ermöglicht, sich in vielen Interessens- und Wissensgebieten einzubringen, ist ein hohes Gut, ja beinahe schon Luxus, in einer Zeit, die sehr wirtschaftlich orientiert und dominiert ist.


Die Vortragenden berichteten darüber, wie sehr sie von dieser Bildung noch heute profitieren: sei es, dass sie bei internationalen Geschäftsessen auf die Interessen ihres Gegenübers eingehen und auch in Fremdsprachen darüber diskutieren können,  oder dass sie nach sehr anstrengenden und verantwortungsvollen Tätigkeiten ihren Ausgleich in Hobbys oder Aktivitäten finden, die sie bereits während ihrer Schullaufbahn schätzen gelernt haben, wie beispielsweise Musik, Tanz, Theater und Literatur. Deshalb kommt auch von den ReferentInnen wiederholt der Appell an die SchülerInnen: „Nehmt an Bildung mit, was ihr in diesen Jahren bekommen könnt! Später ist es viel schwieriger, und es fehlt auch die Zeit, sich damit zu beschäftigen.“


Wie auch immer sich die Laufbahnen der Vortragenden entwickelt haben, geradlinig mit klaren Interessen und Zielen oder auf eher verschlungenen Pfaden: ein Motto geben am Ende alle AbsolventInnen den SchülerInnen mit: „Macht das, was ihr mit Begeisterung macht! Und nicht unbedingt das, was euch als vernünftig oder profitabel präsentiert wird! Dann werdet ihr erfolgreich sein in dem was ihr tut und auch für andere eine Bereicherung darstellen.“


Folgende AbsolventInnen erzählten über ihre Berufe und Laubahnen:


DI Michael Brandl: Studium der Metallurgie, beschäftigt seit 2003 bei voestalpine Grobblech, lebt und arbeitet seit 2007 als Regional Director für den Mittleren Osten in Dubai.

Mag. Christiane Maria Buschmann: Jusstudium sowie Diplom- und Masterlehrgang an der Diplomatischen Akademie in Wien, Tätigkeit in der Europäischen Kommission und im BMEIA (z.B. EU Erweiterungsverhandlungen, Betreuung der Agenden der Europäischen Nachbarschaftspolitik und Außenwirtschaftsbeziehungen).

Barbara Lang: Ausbildung zur Hebamme und zur Tanzpädagogin, Studium der Philosophie und Theologie in Frankreich; Tätigkeit als Hebamme im In- und Ausland (Ost- und Westafrika), hält Kurse und Workshops an verschiedenen Volkshochschulen.

Dr. Eva Mühlbacher: Medizinstudium an der Universität Wien, seit 1993 Dermatologin in ihrer Praxis in Scheibbs und Konsiliarärztin im Fach Dermatologie an den beiden Landeskliniken Mostviertel in Scheibbs und Waidhofen/Ybbs.

Andreas W. Rausch: Studium der Ur- und Frühgeschichte und Schule für künstlerische Fotografie (beide Wien); Teilnahme an zahlreichen archäologischen Ausgrabungen, Neugestaltung des Museums für Ur- und Frühgeschichte in Wieselburg; seit 2003 selbständiger Fotograf in den Bereichen Kunst, Reportage/Dokumentation und Portrait.

DI Dr. Ingomar Wenzel: Studium der Informatik an der TU Wien, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien. Nach der Tätigkeit als Forschungsassistent an der TU Wien am Institut für Echtzeitsysteme, arbeitet Dr. Wenzel nun als Project Engineer im Bereich Aerospace Services.

© Absolventenverein BG/BRG Wieselburg (Impressum), 2005